Universitäten – Kuntzl: Regierung streicht ersatzlos 20.000 Studienplätze, kaum zusätzliche FH-Plätze

Zusätzliche Mittel für Unis auch für Ausbau von Studienplätzen und bessere Betreuung verwenden – Plan für FH-Ausbau fehlt

Wien (OTS/SK) „Mit der Ankündigung der Uni Wien, in sechs weiteren Studienfächern Zugangsbeschränkungen einzuführen und die Plätze zu reduzieren, tritt nun sukzessive das ein, wovor wir schon vor einem dreiviertel Jahr gewarnt haben: Zehntausende Studienplätze werden in den nächsten drei Jahren wegfallen – ohne, dass die Regierung einen Plan hat, welche Ausbildungsplätze man diesen jungen Menschen stattdessen anbieten kann“, so SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl am Donnerstag. „Denn gleichzeitig werden an den Fachhochschulen (FH) nur 450 zusätzliche Plätze geschaffen.“ ****

Stellt man die 20.000 gestrichenen Studienplätze an den Unis den 450 zusätzlichen FH-Plätzen gegenüber, bleibt immer noch ein negativer Saldo von 19.550 – „das sind 19.550 junge Menschen, die nach der Matura gerne eine höhere Ausbildung machen würden, aber keinen Platz finden werden. Was soll mit diesen jungen Menschen geschehen?“, so Kuntzl. Weitere Konsequenz der Beschränkungen: „Die Matura – bisher die Studienvoraussetzung – wird total entwertet.“

Aus budgetärer Sicht sei diese Kürzung von Studienplätzen jedenfalls nicht notwendig. Die SPÖ hatte noch 2017 eine massive Erhöhung des Uni-Budgets erreicht: Eine Milliarde Euro steht den Unis in den nächsten Jahren mehr zur Verfügung. „Damit hätte man auch ohne Studienplatzbeschränkung die Betreuungssituation verbessen können.“ Gleichzeitig hat Wissenschaftsminister Faßmann noch immer keinen Entwicklungsplan für die Fachhochschulen vorgelegt. Dieser Engpass bei den Ausbildungsplätzen wurde von ÖVP und FPÖ sehenden Auges herbeigeführt: „Mehrere SPÖ-Anträge gegen Zugangsbeschränkungen wurden von den Regierungsparteien abgelehnt.“ (Schluss) mb/ah/mp

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