„Orientierung“: Orthodoxer Zwist – Neue „ukrainische Nationalkirche“ verärgert Moskau

Am 13. Jänner um 12.30. Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 13. Jänner 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Orthodoxer Zwist: Neue „ukrainische Nationalkirche“ verärgert Moskau

Am 5. Jänner war es soweit: Mit der Unterzeichnung des „Tomos“ – eines Dekrets zur Ermächtigung der Gründung einer neuen christlich-orthodoxen Nationalkirche – durch den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. entstand in der Ukraine die neue „Orthodoxe Kirche der Ukraine“. Sie ist ein Zusammenschluss der Ukrainisch-orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats (laut ukrainischem Kultusministerium umfasst sie 5.167 Pfarrgemeinden) und der Ukrainischen Autokephalen Orthodoxen Kirche (1.167 Pfarrgemeinden). Die neue Kirche – unterstützt vom ukrainischen Präsidenten Poroschenko – erhoffte sich auch einen massiven Übertritt von Bischöfen der moskauorientierten „ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriachats“ (12.348 Pfarrgemeinden). Doch nur zwei von 90 Bischöfen schlossen sich der neuen Nationalkirche an. Deren Gründung hat auch die Spannungen zwischen dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. und dem Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill, vertieft. Moskau sieht sich immer noch als Vertretung aller christlich-orthodoxen Christen auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion – und damit auch in der Ukraine. Bericht: Klaus Ther.

Im „Orientierung“-Schaltgespräch: der katholische Theologe und Ostkirchenexperte Dietmar W. Winkler, Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens, Salzburg

„Lust am Dialog“ – Österreichs Frau im Vatikan

Sie ist Berufsdiplomatin, seit Kurzem die Vertreterin Österreichs beim Heiligen Stuhl und damit auch die erste Frau in dieser Funktion. Eine Wunschdestination, sagt Franziska Honsowitz-Friessnigg, die im November Papst Franziskus ihr Beglaubigungsschreiben überreicht hat. Für ihre neue Aufgabe hat die Botschafterin, die auch für San Marino und den Malteserorden zuständig ist, viele Pläne. Vor allem die Kooperation mit dem Heiligen Stuhl soll vertieft werden. Besonders am Herzen liegen der Diplomatin Umweltfragen, aber auch Themen wie Abrüstung und Drogenbekämpfung. Die Botschaft selbst sieht Franziska Honsowitz-Friessnigg als Ort der Begegnung. Ein offenes Haus für alle, die Lust an Dialog und Austausch haben. Bericht: Mathilde Schwabeneder.

Obdach in Nairobi: Flüchtlinge in der Großstadt

Kenia ist ein Land, das vielen geflüchteten Menschen eine Bleibe bietet. Die allermeisten von ihnen leben in großen Flüchtlingscamps. Einige aber ziehen der relativen Sicherheit im Lager die relative Freiheit in der Großstadt vor. Dort ist das Leben zwar hart und entbehrungsreich, aber die Chancen auf höhere Bildung, Arbeit und ein besseres Leben für die nachwachsende Generation scheinen in der Stadt größer. In Nairobi kümmert sich der Jesuitische Flüchtlingsdienst (JRS) mit einem breit gestreuten Angebot um diese „urban refugees“ – vor allem um Mütter mit Kindern, die versuchen, in der Großstadt Fuß zu fassen. Das ist nicht einfach, aber es gelingt manchmal doch erstaunlich gut.
Bericht: Christian Rathner.

Politik und Glaube – zum Tod von Robert Kauer

Politik und Religion zu verbinden, das war für Robert Kauer kein Konflikt, sondern fruchtbare Ergänzung. Sowohl in seiner Funktion als Politiker der Österreichischen Volkspartei als auch als juristischer Oberkirchenrat der evangelisch-lutherischen Kirche war sein Glaube für ihn eine Kraftquelle für gesellschaftspolitisches Tun und Handeln. Dass ihm dabei immer wieder Gegenwind ins Gesicht blies, nahm er in Kauf. Er sei ein streitbarer Geist gewesen, der Auseinandersetzungen nicht scheute und seine Überzeugungen mit Elan vertrat, so Bischof Michael Bünker. Als Kauer im Oktober 1965 gegen die Weisung des damaligen niederösterreichischen Superintendenten Friedrich Mauer eine „ökumenische Trauung“ – die Trauung eines evangelisch-katholischen Paares im Beisein eines katholischen Priesters – in Berndorf vornahm, sorgte das für viel Aufsehen. Es folgten Disziplinarverfahren und schließlich die Versetzung in den Ruhestand. Ab 1981 war Robert Kauer auf verschiedenen Ebenen ehrenamtlich in der Evangelischen Kirche A.B. tätig. Zum juristischen Oberkirchenrat wurde er 1997 gewählt. Diese Funktion hatte er bis 2006 inne. Nach der „Rehabilitierung“, also der sogenannten „Wiedereinsetzung in die Rechte aus der Ordination“, war Robert Kauer als Pfarrer vor allem in der Krankenhausseelsorge tätig. Die Stellung der Kirche als öffentlich-rechtliche Einrichtung war ihm zeitlebens ein großes Anliegen. Am 4. Jänner starb Robert Kauer im Alter von 83 Jahren. Bericht: Karoline Thaler.

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