ORF III am Wochenende: „zeit.geschichte“ über Spionage und Geheimdienste im Zweiten Weltkrieg

Außerdem: „Don Carlo“ zum 95. Geburtstag von Zeffirelli, „Jesu Hochzeit“ anlässlich von Einems 100. Geburtstag

Wien (OTS) - Viel Zeitgeschichte und Klassik steht am Wochenende auf dem Programm von ORF III Kultur und Information. So dreht sich am Samstag, dem 27. Jänner, ein dreiteiliger „zeit.geschichte“-Abend um Spionage und Geheimdienste im Zweiten Weltkrieg. Am Sonntag, dem 28. Jänner 2018, gratuliert „Erlebnis Bühne“ zwei bedeutenden Persönlichkeiten der Klassik zum Geburtstag: Komponist Gottfried von Einem zum 100. Geburtstag am 24. Jänner und Regisseur Franco Zeffirelli zum 95. Geburtstag am 12. Februar.

Samstag, 27. Jänner: „zeit.geschichte“ mit „Hitlers Krieger: Canaris – Der Verschwörer“ (20.15 Uhr), „Richard Sorge – Stalins James Bond“ (21.00 Uhr) und „Geheimoperationen im Zweiten Weltkrieg“ (21.50 Uhr), außerdem: „Kabarett im Turm: Christoph Fälbl – ‚Viecherl & Co‘“ (22.40 Uhr)

Gewiefte Spione und gefährliche Missionen galten gerade in Kriegszeiten oft als strategische Wunderwaffen. Die „zeit.geschichte“ widmet sich in drei Dokumentationen besonders riskanten Geheimdienstaktionen im Zweiten Weltkrieg. Den Auftakt macht die Dokumentation „Hitlers Krieger: Canaris – Der Verschwörer“ (20.15 Uhr) von Guido Knopp, Wolfgang Schoen und Holger Hillesheim. Wilhelm Canaris, Chef des Amtes für Ausland und Abwehr im Hitlerregime, war ein Meister der Tarnung und des Doppelspiels. Während seine Spione diskret und effizient den Weg zu Hitlers Angriffskriegen bereiteten, trieb er selbst die Beseitigung seines obersten Dienstherrn voran und ließ die Widerständler Hans Oster und Hans von Dohnanyi unter seinem Schutz den Sturz des Verbrecherregimes planen. Heute gilt Canaris als Symbolfigur des militärischen Widerstandes, nicht zuletzt durch seine engen Kontakte zu den Verschwörern und durch seine Ermordung im Konzentrationslager.
Eine faszinierende Agentengeschichte im sowjetischen Geheimdienst erzählt anschließend der Film „Richard Sorge – Stalins James Bond“ (21.00 Uhr) von Danielle Proskar und Michael Trabitzsch. Sorge, Sohn einer Russin und eines Deutschen, war ein Agent, überzeugt von der kommunistischen Idee. 1924 wurde er für den sowjetischen Geheimdienst tätig, arbeitete fortan getarnt als deutscher Journalist in China und Japan. Unter dem Decknamen „Ramsay“ lieferte er kriegsentscheidende Informationen an Stalin. Doch 1941 wurde er enttarnt, seine Existenz von Moskau verleugnet und er schließlich1944 in Japan hingerichtet. Und doch glaubte Sorge bis zu seinem letzten Atemzug an die „großartige Idee des Kommunismus“.
Die nachfolgende Doku von Alexander Berkel befasst sich mit „Geheimoperationen im Zweiten Weltkrieg“ (21.50. Uhr).) Im Schatten der Schlachten führten auf deutscher wie alliierter Seite speziell geschulte Soldaten einen geheimen Krieg – hinter den feindlichen Linien. Es gab Entführungen, Mordanschläge und Sabotageakte, immer eng verbunden mit propagandistischen Auswirkungen.

Ebenfalls in der Geschichte zurück, allerdings in jene der Tierwelt, geht Christoph Fälbl in seinem Programm „Viecherl & Co“, das abschließend in „Kabarett im Turm“ (22.40 Uhr) zu sehen ist. Vom Fisch bis zum Yeti – Fälbl unterzieht so jedes Lebewesen einer akribischen Beleuchtung und sorgt dabei für tierische Unterhaltung.

Sonntag, 28. Jänner: „matinee mit Barbara Rett: Zum 100. Geburtstag:
Gottfried von Einem – Jesu Hochzeit“ (9.00 Uhr), „Erlebnis Bühne“ mit Künstlerporträt „Mütter: Hilde Sochor und ihre Kinder“ (19.15 Uhr) und „Don Carlo“ (20.15 Uhr)

Der Sonntag startet um 9.00 Uhr mit einer „matinee mit Barbara Rett“, in der zu Ehren von Gottfried von Einems 100. Geburtstag die Mysterienoper „Jesu Hochzeit“ zu sehen ist. Die Uraufführung löste im Jahr 1980 einen Theaterskandal aus, Blasphemie-Vorwürfe, Demonstrationen und Morddrohungen inklusive. ORF III zeigt erstmals die im Jahr 2016 beim Carinthischen Sommer in der Ossiacher Stiftskirche aufgezeichnete Produktion unter der musikalischen Leitung von Jonathan Stockhammer.

Im Vorabend steht im Rahmen von „Erlebnis Bühne – Künstlerporträt“ eine weitere Ausgabe der Reihe „Mütter“: „Hilde Sochor und ihre Kinder“ (19.15 Uhr). In der Gesprächsreihe mit Hermi Löbl spürt die im Vorjahr verstorbene Hilde Sochor u. a. der Persönlichkeit ihres oft als Enfant terrible bezeichneten Sohnes Paulus Manker nach.

Im Hauptabend gratuliert „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ Regielegende Franco Zeffirelli zum 95. Geburtstag und zeigt seine Inszenierung von „Don Carlo“ (20.15 Uhr) aus der Mailänder Scala 1992 mit einem strahlenden Luciano Pavarotti in der Titelrolle und Riccardo Muti am Dirigentenpult.

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