Neujahrsansprache von Tirols LH Günther Platter

Innsbruck (OTS) - ACHTUNG: SPERRFRIST 1. Jänner 2018, 12.30 Uhr

Liebe Tirolerinnen, liebe Tiroler! Schon wieder ist ein Jahr ins Land gezogen und man wundert sich gelegentlich, wie schnell die Zeit vergeht. Ich hoffe, Sie hatten trotz all dem Trubel, der den Dezember prägt, auch ein paar ruhige und besinnliche Momente. Zeit, inne zu halten und nachzudenken, was das letzte Jahr gebracht hat und was das Kommende bringen soll.

Als Landeshauptmann kann ich sagen, dass es ein gutes Jahr für Tirol war – eines, in dem sich die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt gut entwickelt haben, eines, in dem sich unser Sozial- und Gesundheitssystem als tragfähig erwiesen hat und – das darf man nicht vergessen – ein Jahr, in dem wir weitestgehend von Naturkatastrophen verschont geblieben sind.

Dass es ein gutes Jahr für unser Land war, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir alle spüren, dass die Welt in den letzten Jahren nicht sicherer geworden ist, dass viele Selbstverständlichkeiten verloren gehen: die Finanzkrise, Brexit, Trump, Migration, Kriege und Konflikte im Nahen Osten, Terroranschläge in Europa und dergleichen mehr. All das macht den Menschen verständlicherweise große Sorgen!

In unserem politischen Handeln geht es daher immer zuallererst um Sicherheit – das ist es, wonach sich die Menschen besonders sehnen. Wir kümmern uns um Sicherheit im umfassenden Sinn – in der Bekämpfung von Kriminalität und der Bewältigung der Migration. Wir unternehmen aber auch große Anstrengungen, um Sicherheit im sozialen Bereich und der Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Sicherheit in einem umfassenden Sinn heißt natürlich nicht, dass wir Tirol zu einer Insel der Seligen machen können, an der alle Stürme der Gegenwart vorbeiziehen. Um Sicherheit zu geben, müssen wir alles tun, damit wir in einer turbulenten Zeit bestehen und unser Leben innerhalb verlässlicher Rahmenbedingungen selbst gestalten können.

Daher ist mir es so wichtig, für Stabilität zu sorgen und Tirol als wirtschaftlich erfolgreiches und sozial verlässliches Land weiterzuentwickeln. Erfreulicherweise ist uns auch hier im vergangenen Jahr viel gelungen. Die Arbeitslosigkeit, die ohnehin schon sehr niedrig ist, sinkt weiter und viel schneller als in allen anderen Bundesländern. Ich freue mich aber nicht so sehr über dieses Bundesländerranking, sondern über jeden einzelnen Menschen, der wieder Arbeit und damit eine Zukunftsperspektive gefunden hat, über jeden Familienvater, jeden jungen Menschen, jede ältere Arbeitssuchende... Gerade in der Weihnachtszeit tut es gut, wenn man neue Perspektiven finden kann!

Liebe Tirolerinnen, liebe Tiroler! Um gute Zukunftsperspektiven für alle wird es auch im kommenden Jahr gehen. Dass die Wirtschaft sich in unserem Land gut weiterentwickelt, ist schon einmal eine wichtige Voraussetzung, um kommende Herausforderungen gut zu meistern. Wichtig ist mir, Chancengleichheit für die Tirolerinnen und Tiroler zu schaffen. In Tirol muss jeder und jede gleichwertige Chancen besitzen. Egal aus welchem sozialen, familiären oder wirtschaftlichen Umfeld man kommt, egal ob man im städtischen oder ländlichen Bereich lebt. Unser Ziel bleibt es, für alle Tirolerinnen und Tiroler in ihrem jeweiligen Lebensraum die besten Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Sowohl was die Ausbildung, das Angebot an Arbeitsplätzen als auch die Möglichkeit für die unternehmerische Entfaltung betrifft. Jeder soll eine gleich gute Gesundheitsversorgung und soziale Sicherheit genießen. Wir wollen auch dafür sorgen, dass es den nächsten Generationen mindestens genauso gut geht wie uns heute. Wir wollen das kinderfreundlichste Bundesland in Österreich bleiben, aber auch den älteren Menschen Sicherheit durch ein funktionierendes Gesundheits- und Pflegesystem bieten.

Eine besondere Herausforderung sehe ich kommendes Jahr in der Verkehrspolitik. Auch hier haben wir in den vergangenen Jahren viel erreicht. Wir haben den öffentlichen Verkehr gestärkt und immer mehr Tirolerinnen und Tiroler nutzen nun das neue Tirol-Ticket. Der Brenner-Basistunnel – das verkehrspolitische Jahrhundertprojekt Europas – ist buchstäblich auf Schiene. Und trotzdem ist die Verkehrs- und Transitbelastung noch immer zu groß. Daher werden wir weiterhin Maßnahmen treffen: Mit der LKW-Blockabfertigung sorgen wir dafür, dass die Verkehrssicherheit und die Versorgungssicherheit gewährleistet bleiben. Mit einer höheren Korridormaut und weiteren Maßnahmen wollen wir das Ziel einer erträglichen LKW-Obergrenze erreichen. Da stehen wir zwar im Konflikt mit den Bayern, aber der bayerische Löwe wird sich hier bewegen müssen. Wir haben zu schauen, dass sich die Situation in Tirol verbessert.

Liebe Tirolerinnen, liebe Tiroler! Unser Land hat sich in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen einen deutlichen Vorsprung gegenüber anderen Bundesländern erarbeitet. Egal ob beim Arbeitsmarkt, der Wirtschaft, bei den Finanzen, im Sozialen, in der Bildung oder im Gesundheitsbereich. Wir schaffen es Herausforderungen aus eigener Kraft zu bewältigen und darüber hinaus noch Schwerpunkte in Bereichen, die für die Zukunft unseres Landes wichtig sind, wie etwa in der Digitalisierung. Aber wir dürfen nicht stehen bleiben, denn die Welt dreht sich immer schneller. Um wettbewerbsfähig und an der Spitze zu bleiben, müssen wir täglich hart arbeiten und die richtigen Maßnahmen treffen.

Ich habe auch im abgelaufenen Jahr gespürt, dass dieser Wille zur Arbeit im Interesse des Landes bei den Tirolerinnen und Tirolern vorhanden ist. Diesen Willen wollen wir weiter gemeinsam nutzen!

So darf ich Ihnen, geschätzte Tirolerinnen und Tiroler, ein gutes Jahr 2018 wünschen!

ACHTUNG: SPERRFRIST 1. Jänner 2018, 12.30 Uhr

Hinweis: Das Video zur Neujahrsansprache wird ab 1. Jänner 2018, 12.30 Uhr, auch auf dem Youtube-Kanal des Landes Tirol unter www.youtube.com/unserlandtirol abrufbar sein. (Direkt-Link: www.youtube.com/watch?v=OBYWWg5G1gQ&t=20s) 

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