„matinee“ am 18. Februar: Filmporträts zum 95. Geburtstag von Franco Zeffirelli und zum 15. Todestag von Marcel Prawy

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Die „matinee“ am Sonntag, dem 18. Februar 2018, in ORF 2 porträtiert zwei bedeutende Männer der Bühne: „Franco Zeffirelli – Regisseur aus Leidenschaft“ (9.05 Uhr), der die Opern- und Theaterrezeption sowie den Film des 20. Jahrhunderts wesentlich mitgeprägt hat und gerade seinen 95. Geburtstag feierte, sowie den langjährigen österreichischen „Opernführer der Nation“, dessen Todestag sich am 23. Februar bereits zum 15. Mal jährt: „Marcel Prawy – Die wahre Freude erleben“ (10.00 Uhr). Zum Abschluss des von Clarissa Stadler präsentierten Vormittags steht „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps zum heimischen Kulturgeschehen auf dem Programm.

„Franco Zeffirelli – Regisseur aus Leidenschaft“ (9.05 Uhr)

Franco Zeffirelli ist unumstritten einer der bedeutendsten Opernregisseure der Gegenwart und hat im Laufe seiner Karriere auch einige beeindruckende Spielfilme gedreht: „Romeo & Julia“, „Jesus von Nazareth“, „Hamlet“ und „Bruder Sonne, Schwester Mond“, aber auch filmische Porträts von einigen seiner Freunde, wie „Callas Forever“. Zeffirelli war stets ein kompromisslos Suchender, der jeweils nach der optimalen Realisierung seiner beeindruckenden Skizzen am Set sowie auf der Bühne strebte und seine Akteure dabei zu Höchstleistungen anspornte. An zahlreichen Opernhäusern weltweit hinterließ er spektakuläre naturalistische Inszenierungen, die bis heute gespielt werden und mittlerweile als absolute Klassiker gelten. Auch an der Wiener Staatsoper finden sich Werke wie seine „Carmen“-Inszenierung aus dem Jahr 1978. Die Dokumentation von Chris Hunt porträtiert den Ausnahmeregisseur und zeigt anhand von Interviews mit Arbeitskollegen und Weggefährten sowie vieler Opern-und Filmausschnitte, wie Franco Zeffirellis eigenes Leben seine Produktionen geprägt hat.

„Marcel Prawy – Die wahre Freude erleben“ (10.00 Uhr)

Er war bekannt als der „Opernführer der Nation“ – keinem anderen gelang es, so eindrucksvoll Oper zu erklären und die Liebe zu diesem Genre anderen weiterzugeben: Marcell Horace Frydmann Ritter von Prawy, so sein ursprünglicher Name, stammte aus einer jüdischen Hofbeamtenfamilie. Er studierte Rechtswissenschaften und absolvierte neben seinem Studium immer wieder musikwissenschaftliche Vorlesungen bei Egon Wellesz. Als Privatsekretär des legendären Sängers Jan Kiepura konnte er der Verfolgung des nationalsozialistischen Regimes durch Emigration in die USA entkommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Prawy 1946 als US-Soldat wieder nach Wien und brachte das Musical von den Staaten auf den europäischen Kontinent. 1950 quittierte er den Dienst bei den US-Streitkräften und trat als Veranstalter von Musikabenden im Wiener Kosmos-Kino auf. Es verging kein Tag, an dem er nicht seine geliebte Oper besuchte. 1955 wurde er Chefdramaturg an der Wiener Volksoper, 1972 dann an der Staatsoper. Viele Einrichtungen wie die heute überall beliebten Opern-Einführungsmatineen gehen auf seine Initiative zurück.
Im 2011 gestalteten Filmporträt von Heidelinde Rudy und Christoph Wagner-Trenkwitz erzählen Personen, die mit Marcel Prawy eng zusammengearbeitet haben, von ihren Erinnerungen an ihn und geben zahlreiche Anekdoten mit und über ihn zum Besten. Seine umfangreiche Sammlung an Musikdokumenten, die sich in den legendären Plastiksackerln befanden, wurde nach seinem Tod der Stadt Wien vermacht.

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