Kaske zur Schulautonomie: „Beharrlichkeit lohnt sich – jetzt noch Chancenindex einführen“

Geplante Schulautonomie bringt bessere Lernchancen – auch Finanzierung soll auf den Förderbedarf an der jeweiligen Schule umgestellt werden

Wien (OTS) - „Beharrlichkeit lohnt sich“, lobt AK Präsident Rudi Kaske, dass der lang diskutierte Entwurf zur Schulautonomie heute endlich in Begutachtung geht. „Die Schulen“, so Kaske, „bekommen mehr Freiheit, um auf die konkreten Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler einzugehen“. Dazu soll jetzt noch eine Schulfinanzierung nach einem echten Chancenindex eingeführt werden, fordert Kaske: „Die Schulen brauchen je nach Bedarf mehr Mittel, damit sie mit ihrer Freiheit auch etwas anfangen können.“

Kaske erinnert daran, dass in jede sechste Schule in Österreich überdurchschnittlich viele Kinder gehen, die einen erhöhten Förderbedarf haben: „Diese Schulen brauchen mehr Mittel zur Förderung. Dafür schlagen wir die Schulfinanzierung nach Chancenindex vor. Vereinfacht gesagt, sollen Schulen mehr Mittel bekommen, wenn sie viele Schülerinnen und Schüler haben, denen die Eltern keine Nachhilfe zahlen können.“

Immerhin sei im Entwurf zur Schulautonomie ein „Chancenindex light“ vorgesehen, sagt Kaske. Erstmals soll ein kleiner Teil der Dienstposten für LehrerInnen nach dem sozialen Hintergrund der Kinder an der jeweiligen Schule zugeteilt werden. Kaske: „Das sollte während der Begutachtung der neuen Schulgesetze zu einem echten Chancenindex ausgebaut werden. Dafür brauchen wir übrigens eine ingesamt höheres Schulbudget.“

Besonders positiv bewertet Kaske, dass jetzt mehrere kleine Schulen zu Clustern zusammengefasst werden sollen: „Schuleinheiten mit mindestens 200 Schülerinnen und Schülern ermöglichen effektivere Förderung, vor allem in Ganztagsschulen“.

Kaske wertet es auch als Fortschritt, dass die Schulen selbst über die Größe der Klassen, den Ablauf und die Organisation des Unterrichts entscheiden sollen. „Dafür brauchen die Lehrerinnen und Lehrer auch Weiterbildung und laufende Begleitung.“

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
Peter Mitterhuber
(+43-1) 501 65-2347
peter.mitterhuber@akwien.at
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