FPÖ – Coronavirus: Belakowitsch kritisiert Versäumnisse der Bundesregierung | Freiheitlicher Parlamentsklub

Besserer Schutz für medizinisches und Pflegepersonal – Nachbesserungsbedarf auch bei Testungen

Wien (OTS) „Die Bundesregierung hat sehr spät nötige Schritte gesetzt, jetzt hat sie allerdings überfallsartig drastische Maßnahmen zu verkünden begonnen. Jetzt sehen wir sehr viele zu Recht verunsicherte Menschen, weil die Bundesregierung überfallsartig agiert und weil die Aufklärung fehlt“, sagte FPÖ-Klubobmannstellvertreterin Dr. Dagmar Belakowitsch in ihrer heutigen Pressekonferenz, die sie gemeinsam mit dem freiheitlichen Klubobmann Herbert Kickl abhielt.

Ein Versäumnis betreffe den Schutz des medizinischen Personals sowie des Pflegepersonals, also jener, die mit den Kranken, Infizierten und besonders gefährdeten Gruppen Kontakt haben. „Und sie sind nach wie vor ungeschützt. Wenn Sie heute in ein Krankenhaus gehen, werden Sie kaum einen Arzt oder einen Pfleger mit Grippeschutzmaske sehen“, so Belakowitsch. Das sei ein echtes Versäumnis, das auch den Sicherheitsapparat betreffe. „Diese Personengruppen sind spätestens jetzt entsprechend auszustatten – wobei das auch für Apotheken gelten sollte.“ Belakowitsch forderte auch eine österreichweite durchgängige „positive Quarantäne“ für Altenheime und Pflegeheime, sie müssen für Besucher geschlossen werden. „Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert, wenn in einem Pflegeheim das Virus eingeschleppt wird. Dann sind wir nicht nur an den Grenzen unseres Gesundheitssystems, sondern haben die Kapazitäten längst überschritten.“ Für chronisch kranke Kinder bzw. Kinder mit Behinderungen und deren Eltern gebe es ebenfalls keine Lösung, gerade diese Kinder können nicht in Schulen betreut werden, weil sie zu den gefährdeten Gruppen zählen, hier müsste für die Eltern Rechtssicherheit geschaffen werden, dass sie diese Kinder zuhause betreuen können bzw. eine Betreuung gewährleistet werde.

Weiters müsse die Kommunikation zwischen Bundesregierung und Ländern deutlich verbessert werden und für eine koordinierte Information der Bevölkerung gesorgt werden. „Wenn etwa der Gesundheitsminister innerhalb nicht einmal einer Stunde dem Wiener Gesundheitsstadtrat widerspricht, dann hat hier keine ausreichende Kommunikation stattgefunden. Und das ist fatal“, so Belakowitsch, Auch die Mitarbeiter der Hotline sind nachzuschulen. „Gehen Sie zur Hausärztin – dieser Rat widerspricht all dem, was medial und von der Regierung verbreitet worden ist.“

Nachbesserungsbedarf gebe es auch beim Thema der Testungen „Noch nicht einmal 6000 Personen wurden in Österreich getestet. Ich glaube, es wäre jetzt dringend notwendig, sehr viel mehr Tests durchzuführen, um auch die Aussagen präzisieren zu können, wie viele Personen tatsächlich in Österreich infiziert sind, um valide Hochrechnungen geben zu können“, so Belakowitsch. Für rund 200 Euro könne man einen Test in der Apotheke kaufen. Der Gesundheitsminister habe ja auch empfohlen, sich testen zu lassen. „Erstens einmal müssen die Sozialversicherungen diesen Betrag zur Gänze refundieren. Zweitens appelliere ich an die Bevölkerung, wenn jemand so einen Test gemacht hat und positiv ist, es nicht zu verschweigen“, so Belakowitsch. Denn bei allen Maßnahmen, die gesetzt würden und die man selbst setzen könne, gehe es ja letztlich darum, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, so Belakowitsch.

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