FP-Koderhold zu KAV: Sparen durch ärztliche Rufbereitschaft statt Abbau der sündteuren Spitalsbürokratie

Verschlechterung für die Patienten ist zu befürchten

Wien (OTS) - Die ärztliche Rufbereitschaft ist bei der Gemeinde Wien angelangt und damit wird die Einsatzschnelligkeit bei Notfällen auf die Verfügbarkeit einer freiwilligen Feuerwehr geändert. Mitarbeiter von zu Hause auf Abruf zum Einsatz holen – so ähnlich stellt sich die Gemeinde Wien den ärztlichen Noteinsatz für ihre Großkrankenhäuser vor. „Die Rufbereitschaft war zwar in Privatspitälern immer schon üblich, nur hatten diese Sonderverträge mit der Gemeinde Wien, damit im Akutfall deren Privatpatienten jederzeit in einem Gemeindespital übernommen werden können“, erklärt der Wiener FPÖ-LAbg. Dr. Günter Koderhold.

Für einen Spitalspatienten mit Komplikationen bedeutet die Rufbereitschaft eine bedrohliche Wartezeit, bis der Arzt von zu Hause im Spital eintrifft. Das spart der Gemeinde natürlich Geld, da so nur der nächtliche Notfalleinsatz als Arbeitszeit gerechnet wird und die Ärzteschaft damit mehr Wochenstunden im Spital anwesend sein muss.

„Der Trick der Spitalsmanager ist es, den ärztlichen Notfalleinsatz als Normalarbeitszeit anzurechnen – mit maximal zwei Stunden Vergütung, wenn überhaupt“, ist Koderhold sicher und ergänzt: „An die wartenden Patienten in ihrer Not denkt wie einmal niemand.“

Gleichzeitig wird bei der Gemeinde Wien andernorts weiter Geld verpulvert: So bereiten die direkten und indirekten Kosten einer aufgeblähten, sündteuren Spitalsbürokratie der Stadtregierung keine schlaflosen Nächte! Im Gegenteil, durch den neuen Artikel 15a über Gesundheitssteuerung nimmt die Bürokratie weiter zu - zum klaren Nachteil der Patienten!

„Mindestens ein Drittel der Wochenarbeitszeit für Spitalsärzte gehen für unsinnige Mehrfachdokumentationen an behäbigen Computersystemen, die sich in ihrer zeitraubenden Umständlichkeit kein Privatbetrieb leisten könnte, drauf. Die Schutzbehauptung, es ginge bei den teuren Mehrfachdokumentationen im Spital um eine Verbesserung der Qualität, ist durch die Einführung der Rufbereitschaft innerhalb aller Schwerpunktspitäler eindeutig als Ausrede demaskiert“, so Koderhold. Dafür verschlechtert die Rufbereitschaft die medizinische Qualität eindeutig. Wenn die Ärztin oder der Arzt nicht in 10 Minuten, sondern in 45 Minuten am Krankenbett stehen, ist dies für alle Patienten eine Verschlechterung – auch wenn die Patientenanwälte dazu schweigen!“

Die FPÖ fordert mehr Zeit und raschen Einsatz für das medizinische Personal am Krankenbett und lehnt die exzessive Förderung der Spitalsbürokratie durch die Regierungsparteien vehement ab!(Schluss)

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