Bundesverband für Psychotherapie begrüßt Initiative von Minister Brandstetter zum Maßnahmenvollzug

Justizminister greift Reformbedarf bei der Versorgung psychisch kranker Straftäter endlich auf

Wien (OTS) - ÖBVP-Präsident Dr. Peter Stippl begrüßt die Initiative von Justizminister Wolfgang Brandstetter hinsichtlich der Schaffung von Alternativen zur Anhaltung von psychisch kranken Straftätern. Die geplante Unterbringung in überwachten Wohneinrichtungen oder Überwachung mit Fußfessel ist in Verbindung mit fachärztlicher und psychotherapeutischer Behandlung in vielen Fällen ein wichtiger Schritt zur besseren Integration in die Gesellschaft und in ein Berufsleben.

Bei einer Reihe von Deliktsgruppen bestätigen Metaanalysen der forensischen Psychotherapie und Psychiatrie große Erfolge. Sieht man auf die hohen Kosten von Strafverfolgung und Unterbringung psychisch kranker Straftäter für Staat und Gesellschaft, spricht alles dafür, nach sorgfältiger Rückfallsprüfung ein engmaschiges Betreuungs- und Behandlungskonzept außerhalb der geschlossenen Einrichtungen umzusetzen.
Die psychotherapeutischen Behandlungskonzepte wurden in dieser Hinsicht seit Jahren wesentlich erweitert. Mit ergänzenden Modulen wie u. a. Ärger- und Wutmanagement, Problemlösungstrainings und Selbstsicherheitsübungen werden sie von spezialisierten PsychotherapeutInnen umgesetzt. So konnte zum Beispiel im Bereich der Sexualstraftäter nach Behandlung die Rückfallsquote von 25 auf zehn Prozent abgesenkt werden.

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Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Mag. Barbara Zsivkovits
Öffentlichkeitsarbeit
01/512 70 90-23
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