„Am Schauplatz“-Reportage „Häfn-Kinder“ am 28. Juni um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - In der von Gudrun Kampelmüller gestalteten „Am Schauplatz“-Reportage „Häfn-Kinder“ erzählen am Donnerstag, dem 28. Juni 2018, um 21.05 Uhr in ORF 2 Menschen, die im Gefängnis geboren wurden und teils jahrelang selbst im Gefängnis saßen, ihre Lebensgeschichte. Sie sprechen über ihre schwierige Kindheit, Enttäuschungen, Wünsche und Träume. Wie offen geht man damit um, dass man von einem Straftäter abstammt? Wie lebt man mit der Scham? Und:
Wie groß ist die Sehnsucht nach den Eltern im Gefängnis?

„Wenn du jemandem sagst, ich bin das Kind von einem Schwerverbrecher, dann wirst du automatisch anders angeschaut, so nach dem Motto – ‚der Apfel fällt nicht weit vom Stamm‘.“ Das meint Christoph, der in den 1970er Jahren in der Justizanstalt Schwarzau auf die Welt gekommen ist. Seine Mutter, eine Betrügerin, die immer wieder rückfällig wurde, saß insgesamt 42 Jahre ihres Lebens hinter Gittern. Mit 18 Monaten wurde Christoph in eine Pflegefamilie gegeben, dann später von einer anderen Familie adoptiert. Obwohl er sich jahrelang für seine Eltern geschämt hat, hatte er als Jugendlicher einen unbändigen Drang, Kontakt mit seiner Mutter aufzunehmen und sie persönlich kennenzulernen. Bis heute ist ihm das aber nicht geglückt.

Geraldine lebt in Frankfurt. Sie ist die Tochter eines Langzeithäftlings. Als Kind, so erzählt sie, hätte sie oft verzweifelt auf ihren Vater gewartet, doch außer Versprechungen sei nichts gekommen. 20 Jahre hatte sie dann so gut wie keinen Kontakt zum Vater, der zurzeit eine Haftstrafe in der Justizanstalt Simmering absitzt. Vor Kurzem war Geraldine das erste Mal überhaupt im Gefängnis in Wien und hat ihren Vater besucht. Eine sehr emotionale Begegnung, wie sie sagt.

Ernst wurde schon als Baby in der Tragetasche zum straffälligen Vater in die Justizanstalt nach Stein gebracht. Denn, wie er erzählt, der Vater war dort viel hinter Gittern. Obwohl sein Vater ein Verbrecher war, sei er immer sein großes Vorbild gewesen, erzählt Ernst. Gut 30 Jahre später wurde Ernst G. dann selber in Stein eingesperrt. Lügen, Betrügen, Einbrechen und Drogen – es war eine Spirale, aus der er sich nur schwer befreien konnte.

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